DeFi Protokolle / Abbildung von Loans durch Lending- Borrowing Protokolle

Wie hinterlegt ihr korrekterweise Loans auf Lending/Borrowing (#DeFi) Protokollen wie Liquity oder AAVE?

Akt. ist das nicht lösbar, da es kein Transaktionstyp Loan bzw. Borrowing gibt und negative Werte nicht korrekt dargestellt werden können.

Es geht um folgende Protokolle wie
#AAVE
#Liquity

:slight_smile:

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Hi Tommy,

sehr gute Frage. Sofern deine Loans & Repayments bereits als Deposit/Withdrawal (Unlabeled) in Blockpit erfasst werden, kannst du diese mit den Labels: Non-Taxable (Eingehend/Ausgehend) beschriften.
Sollten noch keine Transaktionen vorhanden sein, so kannst du diese einzeln, manuell oder gesammelt mittels unseres XLS-Uploads hinzufügen.

Tipp: Nutze dazu die Bulk-Labeling-Funktion, sofern du mehrere eingehende oder ausgehende Transaktionen gesammelt labeln möchtest.

Beste Grüße
Team Blockpit

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Anders gefragt: :thinking:
Wie stelle ich korrekt die Schulden dar (Negative Assets - ohne, dass es eine Fehlermeldung anzeigt - fehlende Historie?)

Sachverhaltsbeispiel:
Wenn ich über das hinterlegte Kollateral mit Schulden aufnehme (Hebel) um neue Assets zu kaufen, habe ich bsp. bei Liquity LUSD als Schulden darzustellen.
Somit habe ich ein Asset Ausgang von Assets die ich nicht habe, da es sich um Schulden handelt:

Zugang ETH / Ausgang LUSD = Schulden (Negativer Wert)

Angenommen ich habe akt. 1 ETH:
1 ETH bei 2000 USD
1 ETH hinterlegt als Kollateral (gehört immer noch mir) / aufnehmen von Schulden 2000 LUSD
neuer Stand:
2 ETH / gegenüber 2000 LUSD Schulden

Wie kann ich, das mir der Gesamtwert (immer noch gleich 2000 USD) korrekt dargestellt wird und stimmt - negative Assets eintragen - ohne, dass es mir die Fehlermeldung anzeigt?

Ich kann schon Non-Taxable Zugang von 2000 LUSD eingeben und dann den Tausch + 1 ETH / - 2000 LUSD eingeben, dann habe ich aber die Schulden nicht dargestellt und somit zeigt mir das Portofilio in Summe ein zu hoher Wert an, da die Schulden nicht berücksichtigt sind.

Danke für dein Input

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@Tommy

Ich glaube der Tausch + 1 ETH / - 2000 LUSD ist nicht richtig, da du deine Ether nicht verkaufst, sondern durch die Kollateralisierung bloß „unverwendbar“ machst, was aus sich von Steuern und der Dokumentationspflicht für Privatpersonen irrelevant ist. Du realisiert durch eine Kollateralisierung ja auch keine Gewinne.

Ich sehe das so:

Du kannst einfach ein Deposit/Non-Taxable oder Airdrop von 2000 LUSD eintragen. Beim Non-Taxable Deposit wird durch die fehlende Historie sowieso ein Auto-Balancing durchgeführt, also +2000 LUSD mit Anschaffungskosten = 0, genauso wie beim Airdrop.

Für den 1 Ether einen Transfer auf neue Integration Aave Lending Kollateral #1 – oder einfach gar keine Transaktion, weil das Verschulden steuerlich neutral ist. Den Transfer einzutragen könnte nützlich sein, wenn du dadurch FIFO-Vorteile hättest, weil die 1 Ether die ursprüngliche Integration verlassen. Man sollte sich denke ich für eine Abbildungs-Methode entscheiden und diese auch konstant nutzen.

Jetzt muss man beim Zurückzahlen des Loans aufpassen, weil beim Airdrop bzw. Non-Taxable + Auto-Balancing Anschaffungskosten = 0 sind. Würdest du die Rückzahlung also als Trade von (2000 + Zinsen) LUSD gegen 1 Ether abbilden, würden die ~$2000 (in Deutschland) als steuerbar angesehen werden, was ja so nicht stimmt. Du machst durch die bloße Rückzahlung deines Loans ja keine Gewinne.

Ich würde in dem Fall die Zinsen beim Rückzahlen als gesondertes Payment labeln, und die 2000 LUSD als Trade gegen 0€.

Wenn du mit den ausgeliehen LUSD andere Assets kaufst („Leverage“), würde ich das als Trade von LUSD gegen dieses Asset abbilden. Wenn du dann wie vorher beschrieben beim Rückzahlen einen Trade von 2000 LUSD gegen 0€ einträgst, müsste der entscheidende Kursgewinn aus deiner Leverage-Position auch steuerlich richtig abgebildet werden.

Ein Komplett-Beispiel:

  1. 1 Ether Kollateral gegen 2000 LUSD: Airdrop 2000 LUSD (steuerlich neutral)
  2. Mit Loan leveragen: Trade 2000 ausgeliehene LUSD gegen Wrapped-Ether ($2000 Gewinn)
  3. Die leveraged Wrapped-Ether steigen auf $2500 (steuerlich neutral)
  4. Rückzahlung des Loans: Trade $2500 Wrapped-Ether gegen 2500 LUSD ($500 Gewinn), Trade 2000 LUSD gegen €0 ($2000 Verlust) und gesondertes Payment für die zu zahlenden Zinsen.

Endresultat: ~$500 steuerbarer Gewinn (in Deutschland).

Problematisch ist das nur, wenn du den Loan im nächsten Jahr erst zurückzahlst. Dann hättest du im Vorjahr nämlich einen Gewinn bei Schritt 2, wo du die LUSD gegen Wrapped-Ether tauschst, und würdest den „Verlust“ durch den Trade gegen €0 erst dem nächsten Jahr anrechnen. Ob das so richtig ist, weiß ich nicht. Ich bin auch kein Steuerberater und weiß nicht, aus welchem Land du kommst.

Probier’s am Besten mal aus und schau im Report oder in der Transaktionsübersicht, welche Gewinne am Ende berechnet werden. Steuerlich relevant wären ja nur die Veräußerungsgewinne aus deinem Loan / bzw. der leveraged Position und die Zinsen, die am Ende als Payment zurückgezahlt werden müssen. Alles andere dürfte m. E. steuerlich neutral sein. Solange die richtige Steuerlast am Ende rauskommt, ist die Abbildungsmethode ja mehr oder weniger egal.

Und nochmal was zu:

dann habe ich aber die Schulden nicht dargestellt und somit zeigt mir das Portofilio in Summe ein zu hoher Wert an, da die Schulden nicht berücksichtigt sind.

Die Schulden sind aus Steuer- und Portfolio-Tracking-Sicht ja immer noch in deinem Portfolio. Somit ist es schon richtig, dass der Portfolio-Wert höher ist.

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Vielen Dank Max für deine Rückmeldung und deinen super Input mit Zugang Airdrop Wert Null - bin Österreicher, somit keine Haltefrist.Ich werde das am Wochenende mal bei mir entsprechend Abbilden.

@Passiflo
Wäre aber ein Transaktionstyp Borrowing oder Lending nicht trotzdem hilfreich, da es die Abbildung vereinfachen würden?

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Ist bereits angedacht/geplant, jedoch muss vorerst das Label „Non-Taxable“ herhalten :slight_smile:

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Hallo!
ich bin auch sehr interessiert wie das auf Blockpit richtig abgebildet werden sollte.
Würde einen großen Mehrwert bedeuten.

Zur Info den ARB Token habe ich mir ausgeliehen (Kredit).

Eine Frage hätte ich, ob man den „varibableDebtArbARB“ ausblenden kann müßte lt Recherche ein Ersatztoken sein wird von AAVE ausgegeben um migrieren zu können von V2 nach V3

Bin schon gespannt auf die Weiterentwicklung,

LG Thomas

Ich habe versuche ebenfalls ein Borrow Geschäft abzubilden. Ich stolpere bei dem Beispiel über den Schritt 4 Trade 2000LUSD gegen 0€. Wie stelle ich das dar? Einen Trade aus dem unlabeld Abgang erstellen? Aber dann werde ich nach dem eingehenden Asset gefragt. Wie macht man das?

So wie ich das jetzt verstehe, EUR als Eingangsasset wählen

Ok. Ich kann einen Trade gegen 0,01€ erzeugen. Damit bin ich nah dran, aber ein echter Trade gegen 0€ ist das nicht. Meinst du so?

Soweit mir bekannt, sollten auch mehr Nackkomma-Nullen möglich sein. Bitte ausprobieren. Die Systematik, wie oben beschrieben erfüllt die Vorgehensweise.
Die Zinsen dann als Payment eintragen

Darf ich in dem Zusammenhang mal fragen, ob eine Payment Transaktion steuermindernde Kosten darstellen? Bisher ist mein Eindruck, Payments werden nicht berücksichtigt. Als Gebühren werden nur die abgezogen, die innerhalb der Transaktion als Gebühren eingetragen sind.

Daneben erheben die Lendingprotokolle die Zinsen soweit ich das verstehe in der Regel nicht als gesonderte Zahlung, sondern sie werden auf die Rückzahlungsforderung aufgeschlagen. Durch die beschriebene Vorgehensweise werden die Zinskosten in dieser Form m.E. korrekt mit erfasst. Würdest du das bestätigen?

Eventuell das Label Fee verwenden, wenn es in deinem Steuerframe Payment als nicht steuermindernd ansieht. Für eine steuerlich richtige Erklärung eines solchen Falles kann ich dir ob meines noch fehlenden Wissens diesbezüglich wenig sagen.
Aber vielleicht ist @Max so nett und beantwortet das nochmals genauer?